Pressestimmen zu Jürgen Klauke


Neue Zürcher Zeitung, 2. Juni 2001
"Eine in Bonn erstmals gezeigte, neue Bildserie "Antlitze" zeigt 96 von vermummte Köpfen, stark vergrösserte und gerasterte Zeitungs- und Fahndungsfotos; es sind die einzigen dokumentarischen Bilder der Ausstellung, die Klauke von 1972 an gesammelt hat: Sie lassen an Krieg und Terror denken, an eine Verkleidung des Bösen, die aber immer auch, wie die anderen Klauke´schen Maskeraden, mit Existenzvernichtung oder Nicht-Existenz, dem Tod, zu tun hat. Sie zeigen das Zer-
störungspotenzial des Vermummungsspiels und, womöglich ist das hier mitgemeint, das Ende der Romantisierung des Anarchismus."

frame, Wien März / April 2001
"Zu Beginn seiner Karriere erforschte der Kölner Künstler Jürgen Klauke (*1943) die Grenzen sexueller Identität, in dem er sich mit weiblichen und zwitterhaften Accessoires inszenierte. In den letzten Jahren wurde er damit zum viel zitierten Vorläufer und Vorbild feministischer Positionen in der Kunst."


die tageszeitung, Berlin, 5. April 2001
"Klaukes Werk hat sich transformiert, frühe Motive haben eine neue Bearbeitung erfahren. Der Rückblick hat das Werk vom Dreck der Straße und den Unwägbarkeiten des öffentlichen Auftritts gereinigt."

Die Welt, 3. April 2001
"Es sind die fotografischen Bilder von bezwingender Gewalt und atemberaubender Präzision, ein Rückruf auf mehr als 30 Jahre künstlerischer Erforschung des Mediums Photographie, dessen Bedingungen und Möglichkeiten kein anderer Künstler der Gegenwart so umfassend, imaginativ und intelligent ausgelotet hat wie er."

General-Anzeiger 23. März 2001
"Klauke's Bildsprache ist aggressiv, provokant, bricht mit Moralvorstellungen der 70er Jahre, belässt es aber bei der Andeutung, meidet Realismen. Auf der Bühne des Lack - und Lederdarstellers, im Studio ist eine Menge los, schwingt bisweilen auch Aggression mit, doch ist alles fein durchchoreographiert sehr ästhetisch anzusehen."